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Private Krankenversicherung

Krankenversicherungsvergleich

Die Private Krankenversicherung zahlt die Kosten, die aufgrund von Krankheiten anfallen. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung kann sich nicht jeder privat versichern. Arbeitnehmer müssen ein jährliches Mindestbruttoeinkommen (derzeit 48.150 Euro) nachweisen. Zusätzlich werden Beamte, Studenten, Selbständige und Freiberufler von den privaten Gesellschaften aufgenommen.

Neben einer Vollversicherung für alle Krankheitsfälle gibt es auch die Möglichkeit, nur eine Teilversicherung oder eine Zusatzversicherung abzuschließen. Diese sind beispielsweise als Ergänzung für Pflichtversicherte sinnvoll. Oftmals wird auf diese Art ein Krankenhaustagegeld ermöglicht.

Die Beitragshöhe ist unabhängig vom Einkommen. Vielmehr spielen Alter, Geschlecht, der aktuelle Gesundheitszustand und die frei gewählten Leistungen der Versicherung eine Rolle. Der Arbeitgeber (sofern vorhanden) übernimmt die Hälfte. Der Betrag darf aber nicht den Höchstsatz der gesetzlichen Kassen überschreiten. Beamten werden bis zu 80% bezuschusst, während sie für gesetzliche Versicherungen nichts erhalten.

Die Leistungen einer privaten Krankenversicherung sind i.d.R. besser im Vergleich zu gesetzlichen. Zudem sind die Beiträge bei guter Gesundheit und noch relativ jungem Alter günstiger. Im Alter kann es preislich ungünstiger werden.

Der Versicherte muss bedenken, dass er Medikamente in Apotheken zunächst aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Die Rechnung wird später an die Versicherung geleitet, die den Betrag überweist.
Ähnlich ist das Vorgehen bei Arztbesuchen. Der Arzt schickt dem Versicherer eine Rechnung. Diese wird dann an die Gesellschaft übermittelt. Normalerweise reicht der Zeitraum aus, damit die Versicherung den offenen Betrag an die Arztpraxis überweisen kann. Eine Vorauszahlung ist also nicht nötig. Krankenhäuser rechnen direkt mit der Versicherung ab.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Tarife zahlreicher Versicherungsgesellschaften. Welche davon am besten für Sie ist, hängt von Ihren persönlichen Prioritäten und somit von den gewählten Leistungen ab. Hierbei hilft Ihnen folgendes Formular für eine kostenlose unverbindliche Suche von Krankenversicherungen:

Private Krankenversicherung


Was Sie beachten sollten

Grundsätzlich gibt es in Deutschland die Möglichkeit, sich gesetzlich oder privat krankenversichern zu lassen. Für den Versicherungsschutz spielen viele persönliche Faktoren eine Rolle. Eine einmal getroffene Entscheidung kann sich nachhaltig auf die zukünftige finanzielle Situation auswirken.

Welche Krankenversicherung ist also die Richtige? Wie unterscheiden sich die einzelnen Anbieter, welche Leistungen kann man erwarten, welche Aufnahmekriterien gelten? Wir helfen Ihnen, diese Fragen zu beantworten.

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Tipps zur privaten Krankenversicherung

Versicherungsleistungen (je nach gewähltem Tarif):
ambulante und stationäre ärztliche Heilbehandlung, Behandlungen beim Heilpraktiker, zahnärztliche Behandlung mit Zahnersatz, Hilfsmittel wi Hörgeräte, Rollstühle oder orthopädische Schuheinlagen, Brillen und Sehhilfen, Leistungen für Kuren, physikalische, psychotherapeutische und psychiatrische Behandlungen und natürlich die jeweiligen Medikamente.
Leistungen können begrenzt sein - auch auf Wunsch des Versicherungsnehmers, um geringere Beträge zu zahlen.

Tarifwahl:
der Versicherungsnehmer kann bei einer privaten Krankenkasse den monatlichen Betrag (Tarif) weitgehend selber wählen, weil er die Auswahl an Leistungen hat. Daher ist es sinnvoll, sich Gedanken zu machen, für welche Kosten die Versicherung aufkommen soll. Fragen Sie sich z.B., ob Sie ein Einzelzimmer im Krankenhaus haben möchten, Krankenhausgeld benötigen um Einnahmen als Selbständiger zu kompensieren oder Arztbesuche zum Teil aus eigener Tasche übernehmen (Selbstbehalt).
Wenn Sie Heilpraktiker bevorzugen haben Sie die Möglichkeit, deren Dienstleistungen voll oder teilweise erstatten zu lassen.
Überlegen Sie, ob Sie Kuren oder stationäre Rehabilitationsmaßnahmen absichern möchten.

Berechnung der Beitragshöhe:
Nebend den gewählten Leistungen ist auch das Alter und der Gesundheitszustand relevant. Die Fakten werden bei Antragsstellung genau geprüft. Dadurch ist ein Risikozuschuss oder ein Leistungsausschluss für eine bestimmte Krankheit möglich. Ablehnungen sind bei schweren chronischen Erkrankungen wie Asthma, Rheuma oder Multiple Sklerose möglich.

Basistarif:
Durch die neue Gesetzgebung zur Pflichtversicherung wird ab 2009 ein brancheneinheitlicher Basistarif eingeführt, der den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung entspricht. Hierbei spielt der Gesundheitsstatus des Versicherungsnehmers keine Rolle.

Vorteile einer privaten Krankenversicherung:

  • niedrige Beiträge für junge Versicherte
  • freie Arzt- und Krankenhauswahl, z.B. auch Fachexperten
  • geringe Wartezeiten für ärztliche Behandlungen
  • keine Beschränkung in der Medizinwahl
  • Ein- und Zweibettzimmerwahl in Krankenhäusern
  • Krankenhaustagegeld wählbar
  • Erstattung von neuen Behandlungsmethoden möglich
  • mehr Erstattungen für Zahnersatzbehandlungen (Inlays, Kronen, Brücken)
  • guter Service bei der Hilfsmittelorganisation
  • Anteilige jährliche Beitragsrückerstattung für nicht in Anspruch genommene Leistungen (je nach Tarif)

Nachteile einer privaten Krankenversicherung:
  • Kinder und Ehepartner sind nicht automatisch mitversichert wie in der gesetzlichen Krankenkasse
  • späterer Wechsel in andere Krankenversicherungen schwierig und ggf. je nach Gesundheitszustand mit erhöhten Beiträgen verbunden
  • Rückkehr in eine gesetzliche Krankenkasse (z.B. im hohen Alter) nur in besonderen Fällen möglich (Einkommen sinkt, Arbeitslosigkeit)
  • Ärzte können mehr Behandlungen und Medikamente verschreiben als nötig, wodurch es auch zu Umstimmigkeiten mit der Versicherung kommen kann
  • Kosmetische Operationen wie Fettabsaugen werden nicht vergütet, es sei denn, es liegen medizinische Gründe vor, die im Einzelfall geprüft werden