Versicherungsleistungen (je nach gewähltem Tarif):
ambulante und stationäre ärztliche Heilbehandlung, Behandlungen beim Heilpraktiker, zahnärztliche Behandlung mit Zahnersatz, Hilfsmittel wi Hörgeräte, Rollstühle oder orthopädische Schuheinlagen, Brillen und Sehhilfen, Leistungen für Kuren, physikalische, psychotherapeutische und psychiatrische Behandlungen und natürlich die jeweiligen Medikamente.
Leistungen können begrenzt sein - auch auf Wunsch des Versicherungsnehmers, um geringere Beträge zu zahlen.
Tarifwahl:
der Versicherungsnehmer kann bei einer privaten Krankenkasse den monatlichen Betrag (Tarif) weitgehend selber wählen, weil er die Auswahl an Leistungen hat. Daher ist es sinnvoll, sich Gedanken zu machen, für welche Kosten die Versicherung aufkommen soll. Fragen Sie sich z.B., ob Sie ein Einzelzimmer im Krankenhaus haben möchten, Krankenhausgeld benötigen um Einnahmen als Selbständiger zu kompensieren oder Arztbesuche zum Teil aus eigener Tasche übernehmen (Selbstbehalt).
Wenn Sie Heilpraktiker bevorzugen haben Sie die Möglichkeit, deren Dienstleistungen voll oder teilweise erstatten zu lassen.
Überlegen Sie, ob Sie Kuren oder stationäre Rehabilitationsmaßnahmen absichern möchten.
Berechnung der Beitragshöhe:
Nebend den gewählten Leistungen ist auch das Alter und der Gesundheitszustand relevant. Die Fakten werden bei Antragsstellung genau geprüft. Dadurch ist ein Risikozuschuss oder ein Leistungsausschluss für eine bestimmte Krankheit möglich. Ablehnungen sind bei schweren chronischen Erkrankungen wie Asthma, Rheuma oder Multiple Sklerose möglich.
Basistarif:
Durch die neue Gesetzgebung zur Pflichtversicherung wird ab 2009 ein brancheneinheitlicher Basistarif eingeführt, der den Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung entspricht. Hierbei spielt der Gesundheitsstatus des Versicherungsnehmers keine Rolle.
Vorteile einer privaten Krankenversicherung:
- niedrige Beiträge für junge Versicherte
- freie Arzt- und Krankenhauswahl, z.B. auch
Fachexperten
- geringe Wartezeiten für ärztliche Behandlungen
- keine Beschränkung in der Medizinwahl
- Ein- und Zweibettzimmerwahl in Krankenhäusern
- Krankenhaustagegeld wählbar
- Erstattung von neuen Behandlungsmethoden möglich
- mehr Erstattungen für Zahnersatzbehandlungen (Inlays,
Kronen, Brücken)
- guter Service bei der Hilfsmittelorganisation
- Anteilige jährliche Beitragsrückerstattung für nicht in Anspruch genommene Leistungen (je nach Tarif)
Nachteile einer privaten Krankenversicherung: - Kinder und Ehepartner sind nicht automatisch
mitversichert wie in der gesetzlichen Krankenkasse
- späterer Wechsel in andere Krankenversicherungen
schwierig und ggf. je nach Gesundheitszustand mit erhöhten Beiträgen verbunden
- Rückkehr in eine gesetzliche Krankenkasse (z.B. im
hohen Alter) nur in besonderen Fällen möglich (Einkommen sinkt,
Arbeitslosigkeit)
- Ärzte können mehr Behandlungen und Medikamente
verschreiben als nötig, wodurch es auch zu Umstimmigkeiten mit der
Versicherung kommen kann
- Kosmetische Operationen wie Fettabsaugen werden nicht vergütet, es sei denn, es liegen medizinische Gründe vor, die im Einzelfall geprüft werden